zu gelangen – wie geht das?
Mittels „Refraiming“, also umformulieren. Mit Hilfe dieser Technik aus der systemischen Familientherapie wird das Problem in einen anderen Bezugsrahmen versetzt, damit ergibt sich ein neuer Blickwinkel. Denn die Perspektive, aus der heraus wir Etwas wahrnehmen, bestimmt, welche Aspekte wir sehen können und welche nicht.

Nehmen wir das einfache Beispiel: Jemand sitzt mit dem Rücken zu einem Bild an der Wand – Kann die Person dieses Bild sehen? Von ihrem Platz aus nicht. Weiß sie von diesem Bild auf der Wand hinter ihr? Wenn sie jemals eine andere Position im Raum eingenommen hat, vermutlich schon. Genauso verhält es sich im psychischen Bereich: der gewohnte Blickwinkel definiert den Ausschnitt. Und damit das Repertoire der Handlungsmöglichkeiten.

Schreiben Sie Ihr Problem auf einem Blatt Papier auf.
Zuerst formulieren sie es um und dann überlegen Sie sich, welche Vorteile dies bietet.

Problem:
Ich werde bei den Weihnachtsgeschenken von meinen Schwiegereltern mit einer Kleinigkeit abgespeist.

Umformulierung:
Meine Schwiegereltern wissen, dass ich mir innere Werte mehr bedeuten als Äußere.

Vorteile:
Ich muss nicht groß Dankbarkeit zeigen.
Ich werde nicht bei jedem Besuch danach gefragt bzw. darauf hingewiesen.
Ich bin nicht gezwungen, ein ebenfalls kostspieliges Geschenk zu kaufen.

Schwierig für Sie oder leicht? Auch das ist eine Frage der Perspektive. Denken Sie ans Rad fahren: zu Beginn wackeln wir mühsam in permanenter Sturzgefahr dahin und nach einiger Zeit des Übens haben wir den Vorgang verinnerlicht. Wenn Sie die Methode des Reframings einige Zeit konsequent anwenden, wird Ihnen dies ebenso zur selbstverständlichen Gewohnheit, die den großartigen Vorteil bietet, den Gefühlshaushalt im positiven Bereich zu halten und damit die seelische und in der Konsequenz auch die körperliche Gesundheit zu fördern!

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